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Gemeindeerkundungen

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Tag 96: Am Aasee

Eigentlich hatte ich gestern nachmittag mit Besuch einen Ausflug an den Aasee geplant, aber leider regnete es die ganze Zeit, so dass wir unseren kurzen Trip auf heute verlegt haben. Auch wenn ich schon zweimal in der Jugendherberge dort war und mehrmals um den See gejoggt bin: Viele Fragen zum See konnte ich meinem Besuch gar nicht beantworten. Ich wusste nur, dass der See das Wasser der Aa staut, 2 m tief ist und ich zum Drumrum-Joggen ca. 25 min brauche. Zu Hause habe ich mal ein bisschen recherchiert und bin jetzt etwas auskunftsfähiger – auch was der See mit der Rekatholisierung zu tun hat.

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Tag 95: Aufgabenteilung

Keiner kann und muss alles machen – das ist eine der Kernaussagen des Predigttextes für kommenden Sonntag. In der Apostelgeschichte wird erzählt, wie die Jünger von den Anfragen aus der Gemeinde überfordert sind und daher Aufgaben aufteilen. Sie kümmern sich um Gottesdienst und Predigt, sieben Diakone sorgen für die gerechte Essensverteilung an arme Gemeindemitglieder. Die Aufgabenteilung von Kirche und Diakonie hat also eine sehr lange Tradition. Auch die Vorlage des Strukturausschusses „Zehnvor“ hebt darauf ab, dass bei begrenzten Ressourcen eine gut überlegte Aufteilung der Aufgaben sinnvoll ist. Ich habe mir heute mal einen ersten Überblick verschafft.

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Tag 94: Auf der Synode

Heute tagte die Kreissynode in der Mensa am Ring. Meine erste Kreissynode in Münster – und einige fragten, wie es war. Wenn ich den Corona-Faktor rausrechne, war es aber nicht großartig anders, als die Synoden in den Kirchenkreisen Soest und Gütersloh. Vielleicht ein bisschen harmonischer als die letzten Synoden, die ich erlebt habe, aber das könnte daran liegen, dass es keine wirklichen Streitpunkte gab. In den meisten Punkten war man sich einig – und die überwiegende Zeit wurde mit Wählen zugebracht.

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Tag 93: Frauen unterwegs

„Suchen Sie auch?“, so fragte letztes Jahr ein kleiner Artikel im Gemeindebrief: „Naja, vielleicht nicht gleich den Frieden, aber einen Ort des sich Findens
und Zusammenkommens oder einen Ausgangspunkt, sich auf den Weg zu machen.“ Ursula Schreiber lud damit interessierte Frauen zu einer neuen Gruppe ein. Gute Gespräche über Gott und die Welt, über Ich und Wir, Zukunft und Vergangenheit sollte das weite Themenfeld umreißen. Rund ein Dutzend Frauen haben sich damals einladen lassen. Heute habe ich mich mit Ursula Schreiber getroffen, die mir ein wenig von der Frauengruppe erzählt hat.

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Tag 92: Besuch im Kindergarten

Manchmal ist der Kopf schon weiter als der Kalender: Heute morgen war ich zu Gast im Friedens-Kindergarten. Eigentlich war der Plan, dass wir nur ein Lied miteinander singen. Aber irgendwie kam gestern in meinem Kopf der Kalender durcheinander und ich hab die Andacht, die erst für Freitag geplant war, schon für heute vorbereitet. Jetzt habe ich wahrscheinlich den Kiga-Tagesablauf durcheinander gebracht, weil ich nicht nur ein Lied begleitet, sondern gleich noch die Geschichte erzählt habe. Schieben wir es einfach mal auf den Montagmorgen, statt darauf, dass ich langsam alt werden.

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Tag 91: Konfirmationslogistik

Logistik bedeutet in Zeiten des Internets vor allem die Organisation von Warenströmen und Lagererung. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Militärwesen und befasste sich mit der Frage, wie man Truppen günstig platziert. Der Sitzplan aus der Friedenskirche erinnert zwar ein bisschen an eine Schlachtordnung, aber er zeigt nur, welche Familie wo im Gottesdienst platziert wurde. Und für mein laienhaftes Verständnis hat das durchaus mit Logistik zu tun. Der heutige Vorstellungsgottesdienst war dabei ein Testlauf für die Konfirmationen, die Mitte September zunächst in der Beckumer Christus-Kirche, dann in der Friedenskirche gefeiert werden.

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Tag 90: Spatenstich am Friedensgarten

Neben dem Gemeindehaus, auf dem Weg zum Kindergarten, gibt es eine kleine, unansehnliche Brache. Hier stand einmal eine Schaukel, aber irgendwann wurde der Platz so nicht mehr genutzt. Das warf die Frage auf: Was tun mit der Fläche? Sie wirkte etwas verwahrlost und als Eingangsbereich zum Kindergarten wenig einladend. In der Corona-Zeit konnte hierhin zwar ganz gut die zweite Kindergartengruppe zum Spielen ausweichen, aber eigentlich war schon längere Zeit der Plan, den Platz aufzuwerten: Ein Friedensgarten soll hier entstehen. Heute war der erste Spatenstich.

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Tag 89: Rings um den Kirchturm

Die Kommunalwahlen stehen vor der Tür. Zeit, mal einen Blick auf die Gemeinde in kommunaler Hinsicht zu schauen. Heute habe ich mich mit Rolf-Dieter Schönlau getroffen. Seit sechs Jahren ist er Bezirksbürgermeister in Münster Süd-Ost. Schön länger sitzt er für die SPD im Bezirksparlament. Da Herr Schönlau nicht mehr zur Wahl antritt, kann ich hier unverfänglich vor der Wahl von dem Gespräch mit ihm berichten. Mich hat seine Sicht auf den Bezirk und auf die Verbindung zur Kirchengemeinde interessiert. Rolf-Dieter Schönlau ist selbst Gemeindeglied.

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Tag 88: Das Lutherbuch von Münster

Aus einer kleinen Sensation wurde ein großer Skandal: 1890 tauchte in Bevergern, einem kleinen Ort zwischen Ibbenbühren und Rheine, 50 km nördlich von Münster gelegen, ein altes Andachtsbuch auf. Der Bevergerner Gastwirt Engelbert Korte hatte um 1870 das Gasthaus Klosterhof übernommen, das einst das Stadthaus der Stiftschwestern aus dem ehemaligen Kloster Gravenhorst gewesen war. In einem Geheimfach eines Möbelstücks aus dem Bestand der Stiftsschwestern fand Korte ein altes Buch: Die Buchdeckel des 1kg schweren Bandes waren aus Silber, mit Elfenbeintafeln besetzt, der mit Silber verzierte Buchrücken trug den Titel „Leyden Christi“, Bilder und Texte waren in silberne Blätter eingeätzt. Datiert war das Prachtstück auf das Jahr 1522. Ein Student, dem der Wirt bei einem Besuch den Fund gezeigt hatte, erahnte einen großen Wert. Er brachte das Buch nach Münster, um es dort der Öffentlichkeit vorzustellen und das Buch zu verkaufen.

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Tag 87: Gottesdienst im System

Wo steht eigentlich der Gottesdienst im System „Gemeinde“? Diese Frage beschäftigt mich, seit ich gestern ad hoc eine Skizze zum Gemeindesystem zu Papier gebracht habe. Neben vielen anderen Sachen, die ich nicht berücksichtigt habe, ist mir diese Leerstelle nach einem kollegialen Zweiergespräch aufgefallen. Beim Kollegen, der sein System eher aus der Perspektive seiner Arbeitsfelder betrachtet hatte, stand der Gottesdienst im Zentrum.

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