Gemeindeerkundungen

Kategorie: Gemeindeleben (Seite 2 von 5)

Tag 86: Gemeinde als System

Es gibt viele Möglichkeiten, eine Gemeinde wie die Friedenskirche zu beschreiben. Dieser Blog ist ja eigentlich nichts anderes als der breit angelegte Versuch, die Vielfalt meiner Wahrnehmungen in den ersten 100 Tagen zu beschreiben: Wovon nehme ich Tag für Tag Notiz? Eine klassische Darstellungsart ist die Gemeinde als ein System zu beschreiben. Damit habe ich mich heute befasst. Ich bin gerade auf einer Fortbildung zum „Gottesdienst-Coach“ und „Gottesdienst-Berater“. Das ist eine längere Fortbildung, die aus mehreren Modulen besteht. In dieser Woche geht es darum, den Gottesdienst als System zu verstehen. Heute haben wir uns, gewissermaßen zur Vorbereitung, mit der Gemeinde als System befasst. Eine Aufgabe war dabei, die eigene Gemeinde entsprechend zu beschreiben.

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Tag 83: Ein buntes Abendmahl

Abendmahl unter Corona-Bedingungen ist Abendmahl unter erschwerten Bedingungen. Seit Monaten wurde in der Friedenskirche kein Abendmahl mehr gefeiert – und trotzdem haben wir heute einen Konfi-Projekttag zum Abendmahl gemacht. Auch Abendmahl haben wir dabei gefeiert. Es war auch ein kleiner Testlauf für das Abendmahl bei den Konfirmationen. Denn ganz ohne Abendmahl ist die Konfirmation nicht so recht denkbar. „Festlich“, war heute die Assoziation eines Konfis zum Abendmahl im Allgemeinen. Trotz Distanz und Einschränkungen hatte auch unser kleines Abendmahl heute eine durchaus feierliche Stimmung.

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Tag 81: Die Welt der Bibel erkunden

Bibelkreise haben eine lange Geschichte, die bis in die Reformationszeit zurückreicht und deshalb oft als typisch evangelisch gilt. Schon Luther hatte dazu geraten, sich neben dem Gottesdienst auch in der Woche zum gemeinsamen Bibellesen zu treffen. Es waren dann aber vor allem Pietisten, die sich in Bibelstunden dem Studium der biblischen Schriften widmeten. Bis zur Reformation reicht die Geschichte des Bibelkreises in der Friedens-Kirchengemeinde zwar nicht zurück und auch die Ausrichtung ist anders als pietistisch-evangelikalen Kreisen, aber die Gruppe ist eine feste Institution im Gemeindeleben. Heute haben sich die Mitglieder erstmals seit langer Zeit wieder getroffen. Ich war die erste Stunde in der Gruppe zu Gast.

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Tag 78: Stark für Andere!

Wenn ich von meinem Schreibtisch aus dem Fenster blicke, sehe ich einen unscheinbaren Parkplatz. Es ist Rückseite einer Bankfiliale und einer Pizzeria – und der Eingang zu Beratungsräumen der Diakonie Münster. Heute habe ich mich dort mit drei Mitarbeiterinnen der Diakonie getroffen. Mich interessierte, welche Arbeit denn in den Räumen passiert, auf die ich jeden Tag schaue. Natürlich wollte ich auch etwas mehr über die Arbeit der Diakonie in Münster und in den Stadtteilen Gremmendorf und Angelmodde erfahren. Das informative Gespräch hat mir eine gute erste Übersicht gegeben und mir vor allem deutlich gemacht, wie viel es noch zu entdecken gibt.

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Tag 76: Geburtstag verpasst

Huups! Heimlich, still und leise hat das Geburstagskind am 27. Juli seinen 68. Geburtstag gefeiert und nichts gesagt: Am 7. Sonntag nach Trinitatis, am 27. Juli 1952 war jedenfalls die Grundsteinlegung für die Friedenskirche. Oder ist die Einweihung der Geburtstag? Dann hätten wir noch ein paar Tage Zeit. Wobei ja in der Regel sowie nur runde und eckige Geburtstage größer gefeiert werden. Wie wird das bei der Friedenskirche sein? In zwei Jahren steht der 70. Geburtstag an, in sieben Jahren dann logischerweise der 75. Geburtstag. Ich kann mir vorstellen, dass die beiden Ereignisse größer gefeiert werden. Ich werfe heute nochmal einen kurzen Blick zurück.

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Tag 75: Die Krone aufsetzen

„Die Krönung“ war in meiner Kindheit der Inbegriff des Kaffeegenusses – lange bevor ich das schwarze Gebräu je probiert hatte. Ich weiß gar nicht, ob es das Produkt und die Werbung dafür noch gibt. „Das ist die Krönung“ kann aber auch genau das Gegenteil bedeuten: Wenn eine Frechheit noch überboten wir sagen wir: „Das setzt dem ganzen die Krone auf“. Bei Corona kann man das nun wirklich sagen. Erstaunlicherweise habe ich über Corona noch gar nichts geschrieben, obwohl dieser Blog seinen Ursprung darin hat und fast alles, was ich täglich tue, damit zusammenhängt. Auch der heutige Tag war davon geprägt.

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Tag 74: Kinder und Kirche

Letztes Jahr ist es volljährig geworden, aber ob das 19. Kinderbibelwochenende dieses Jahr stattfinden kann, ist noch unsicher. Heute habe ich mich mit dem Team getroffen, das das Kinderbibelwochenende und zum Teil den „kleinen“ Kinderkirchentag „KuK“ (Kinder und Kirche) vorbereitet. Es ging einmal darum, das Konzept und die Leute kennen zu lernen, aber auch einen Blick in die Zukunft zu wagen.

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Tag 73: Zusammen auf dem Weg

Der Auftakt in der Friedens-Kirchengemeinde war ökumenisch und auf dem Weg sind mir bis heute immer wieder Menschen begegnet, die betonen, wie wichtig die ökumenische Arbeit hier im Stadtteil ist. Das ging in der Vergangenheit deutlich über das rein theologische hinaus. Für die Theologie war die Ökumenische Erklärung ein wichtiger Schritt, aber das gemeinsame sozial-diakonische Wirken zum Beispiel in der Waldsiedlung steht dem gleichberechtigt gegenüber. Heute war ich erstmals bei einem Treffen des Ökumischen Arbeitskreises dabei.

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Tag 72: Wie am Schnürchen

Zum Kennenlernen gehört, dass sich allmählich Verknüpfungen und Verbindungslinien bilden. So ist ja letztlich auch unser Gehirn aufgebaut: Nervenzellen verbinden sich mit anderen und umso stärker die Verbindung ist, desto stabiler ist die Erinnerung daran, was womit zusammenhängt. Heute morgen habe ich mich mit Gerhard Trottier getroffen. Er war von 1989 bis 2001 Pfarrer in der Friedens-Kirchengemeinde. Und was ich schon an meinem Beckumer Vorgänger Friedrich Vogelpohl sehr geschätzt habe: Gerhard Trottier hat ein gutes Gedächtnis für die Gemeindegeschichte und kann wunderbar von Zusammenhängen erzählen.

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Tag 67: Die Kirche und das liebe Geld

Jahr für Jahr veröffentlicht die Landeskirche in kompakter Form, wie sie eigentlich mit dem Kirchensteueraufkommen umgeht. Jesus hat zwar gesagt: „Ihr könnt nicht Gott dienen und gleichzeitig dem Geld“ (Mt 6,24) und die Jünger hat er ohne Geld losgeschickt (Mk 6,8), aber auch die Jünger hatten eine Gemeinschaftskasse. Entscheidend scheint also die Gewichtung zu sein: Die Finanzen sind kein Selbstzweck. Es geht nicht darum, Gewinne zu erwirtschaften und Rücklagen zu bilden, sondern das gemeinsame Geld verantwortungsvoll für den kirchlichen und gemeindlichen Auftrag einzusetzen. Deshalb sind transparente Finanzen wichtig. Immerhin handelt die Kirche nicht mit ihrem Geld, sondern mit dem Geld ihrer Mitglieder. Und was für die Landeskirchen gilt, gilt natürlich auch für die Friedens-Kirchengemeinde.

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