Gemeindeerkundungen

Kategorie: Erkundungen (Seite 3 von 4)

Tag 38: Friedenskinder

Mein Arbeitsweg ist denkbar kurz und sehr schön: Es sind vielleicht 20 Meter, die zwischen Pfarrhaus und Kirche liegen. Der Weg führt durch ein Törchen und dann quer durch den Garten des Kindergartens. Die Einrichtung wurde als „Kindergarten an der Friedenskirche“ 1971 eingeweiht. Mittlerweile heißt er „Ev. Friedenskindergarten“ und heute morgen hat mir Gabriele Bollacke, seit zwei Jahren Leiterin der Einrichtung, einiges über den Kindergarten, das Team und die Arbeit dort erzählt. Natürlich ging es auch um die Frage, was sich das Kita-Team von mir als dem neuen Pastor wünscht.

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Tag 37: Eine Tafel für Gremmendorf

Im Bereich der Friedens-Kirchengemeinde gibt es zwei Ausgabestellen der Münster-Tafel e.V.: Für den Bereich Angelmodde organisiert die Ausgabestelle der Treffpunkt Waldsiedlung e.V.. Gremmendorfer kommen in das Gemeindehaus der Friedens-Kirchengemeinde, wo ein 11-köpfiges Ehrentamtlichen-Team Donnerstags am Vormittag die Ausgabe übernimmt. Geleitet wird das Team von Monika Kuhr, die die Aufgabe vor zwei Jahren von Hans-Georg Reuter übernommen hat, der heute noch im Team mitarbeitet. Mit Frau Kuhr habe ich mich heute getroffen. Sie hat mir einiges zur Tafel-Arbeit in Münster, v.a. natürlich in der Ausgabestelle Gremmendorf erzählt.

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Tag 33: Auf dem Waldfriedhof

Die erste Beerdigung in Münster führte mich heute auf einen Friedhof, den ich noch nicht besichtigt, aber von dem ich schon einiges gehört hatte: den Waldfriedhof Lauheide. Er liegt nordöstlich von Münster hinter Handorf. Kommunal gehört das Areal zwar zu Telgte und zum Kreis Warendorf, aber das Land hat die Stadt Münster bereits 1929 erworben, um dort einen neuen Friedhof zu errichten. Die kurze Stipvisite zeigte: Der Friedhof gehört nicht ohne Grund zu den schönsten Friedhöfen Deutschlands.

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Tag 32: Blick in die Zeitung

Heute morgen lagen zum ersten Mal die Westfälischen Nachrichten bei mir auf dem Tisch. Im Moment habe ich ein Probe-Abo der Regionalausgabe für Münster, Hiltrup, Amelsbüren, Wolbeck und Angelmodde. Zeitunglesen gehört für mich als Person zum Frühstück dazu. Und als Pfarrer möchte ich gerne informiert sein über das, was in der Stadt passiert, in der ich lebe und arbeite. Klar, dass ich auch das ePaper lese, aber zum wirklichen Lesegenuß gehört für mich Papier. Heute bin ich also erstmals bei einer Tasse Tee durch die hiesige Zeitung geschlendert. Da traf es sich ganz gut, dass ich am Nachmittag einen Termin in der Lokalredaktion der WN in Hiltrup hatte.

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Tag 31: In der Nachbarschaft

Von der St. Mauritz-Kirche war gestern schon einmal kurz die Rede. Heute war ich im Stadtteil St. Mauritz, dem ehemaligen Kirchspiel der katholischen Pfarrkirche, unterwegs und habe den Kollegen Moritz Gräper von der Auferstehungs-Kirchengemeinde besucht. Dabei habe ich mehr über die Auferstehungsgemeinde, die Kirche selbst und über die andere Seite der Arbeit von Moritz Gräper als City-Kirchen-Pfarrer erfahren.

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Tag 29: Brummende Nachbarschaft

Die Wahrnehmung ist eine merkwürdige Sache: Solange etwas durch das Wahrnehmungsraster fällt, existiert etwas für einen selbst gar nicht – bis die Aufmerksamkeit hergestellt ist. Bekanntes Beispiel: Wenn ein Paar erfährt, dass es Eltern wird, sieht es ab sofort überall Schwangere und Kinderwagen. Bei uns sind die Laster der Westfalen AG. Irgendwann während des Umzugstags sprachen die Mitarbeiter des Umzugsunternehmens von den Lastern der Westfalen AG, die dauernd am Pfarrgarten vorbei fahren, als wäre irgendwo ein Nest. Seitdem sehen wir die Laster auch, und seit meinem ersten Erkundungslauf weiß ich auch, dass die Firma gerade mal 400 m von uns entfernt ist.

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Tag 26: Ein Date mit KirA

Heute hat ich ein Date mit KirA. Nein, nicht mit Kira, meiner (Ex-)Vikarin, sondern mit KirA. KirA ist die Abkürzung für „Kirchlicher Arbeitsplatz“. KirA ist ein wichtiges Werkzeug für das kirchliche Meldewesen, man kann auch sagen: die Gemeindegliederverwaltung. Hier wird das digitale Kirchbuch geführt, d.h. es werden Taufen, Trauungen und Beerdigungen erfasst. KirA dient zur Erfassung und Auswertung der kirchlichen Statistik. Es ist natürlich spannend zu sehen, wie die Friedens-Kirchengemeinde in Zahlen aussieht.

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Tag 25: Ein erster Erkundungslauf

Heute abend habe ich mal einen ersten langsamen Erkundungslauf gemacht – einfach der Nase nach. Ein paar ganz schöne Stellen waren dabei, aber meine Lieblingsstrecke wird das nicht. Knapp 13 km in gemächlichen 90 Minuten. Der erste Eindruck: Münster ist deutlich mehr Fahrradstadt als Läuferstadt. Und ziemlich flach. Die Strecke bietet Höhenunterschiede von gerade mal 25 Metern. Die höchste Erhebung: 61m ü. NN am Bahndamm.

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Tag 24: Niederdeutsches Theater

Zur Gremmendorfer Stadtteilgeschichte gehört, wie schon berichtet, der Pängelanton. Die Karnevalsgesellschaft, der das Lok-Denkmal gehört, hat ihren Ursprung in einer niederdeutschen Laienspielgruppe, der heutigen Niederdeutschen Heimatbühne. Mit dem Präsidenten Jochem Lüke und Wolfgang Klein, der die Öffentlichkeitsarbeit für den Verein macht, gab es heute ein kleines Treffen im Ev. Gemeindehaus. Die Niederdeutsche Heimtatbühne sucht für den Übergang eine Spielstätte, und würde gerne unser Gemeindehaus dafür nutzen.

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Tag 23: Konversion in Münster

Bei Konversion versteht der Theologe in mir natürlich erstmal nur: „Bekehrung“ oder Religions- und Konfessionswechsel. Heute habe ich aber gelernt, dass „Konversion“ auch ein städtebaulicher Begriff ist. Im Bereich der Stadtplanung geht dabei um die Umwandlung von Flächen, z.B. von Brach- und Bauland – oder die Umnutzung von ehemaligen militärischen Bereichen in zivil genutzte Bereiche. Eine solche Konversion findet ein paar hundert Meter von uns auf der anderen Seite des Albersloher Wegs statt: Die Konversion der York-Kaserne. Die riesige Fläche gehört zum Gemeindegebiet und in Zukunft werden hier neue Gemeindeglieder siedeln.

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