Gemeindeerkundungen

Autor: Karsten Dittmann (Seite 2 von 4)

Tag 25: Ein erster Erkundungslauf

Heute abend habe ich mal einen ersten langsamen Erkundungslauf gemacht – einfach der Nase nach. Ein paar ganz schöne Stellen waren dabei, aber meine Lieblingsstrecke wird das nicht. Knapp 13 km in gemächlichen 90 Minuten. Der erste Eindruck: Münster ist deutlich mehr Fahrradstadt als Läuferstadt. Und ziemlich flach. Die Strecke bietet Höhenunterschiede von gerade mal 25 Metern. Die höchste Erhebung: 61m ü. NN am Bahndamm.

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Tag 24: Niederdeutsches Theater

Zur Gremmendorfer Stadtteilgeschichte gehört, wie schon berichtet, der Pängelanton. Die Karnevalsgesellschaft, der das Lok-Denkmal gehört, hat ihren Ursprung in einer niederdeutschen Laienspielgruppe, der heutigen Niederdeutschen Heimatbühne. Mit dem Präsidenten Jochem Lüke und Wolfgang Klein, der die Öffentlichkeitsarbeit für den Verein macht, gab es heute ein kleines Treffen im Ev. Gemeindehaus. Die Niederdeutsche Heimtatbühne sucht für den Übergang eine Spielstätte, und würde gerne unser Gemeindehaus dafür nutzen.

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Tag 23: Konversion in Münster

Bei Konversion versteht der Theologe in mir natürlich erstmal nur: „Bekehrung“ oder Religions- und Konfessionswechsel. Heute habe ich aber gelernt, dass „Konversion“ auch ein städtebaulicher Begriff ist. Im Bereich der Stadtplanung geht dabei um die Umwandlung von Flächen, z.B. von Brach- und Bauland – oder die Umnutzung von ehemaligen militärischen Bereichen in zivil genutzte Bereiche. Eine solche Konversion findet ein paar hundert Meter von uns auf der anderen Seite des Albersloher Wegs statt: Die Konversion der York-Kaserne. Die riesige Fläche gehört zum Gemeindegebiet und in Zukunft werden hier neue Gemeindeglieder siedeln.

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Tag 21: Leben mit leichtem Gepäck (Predigt)

Ein junger Mann kommt zu einer alten Frau und erzählt: „Leben ist so schwer. Alles drückt mich nieder.“ „Aber nein“, sagt die Alte, „Leben ist federleicht.“ „Ich habe das Gefühl, ich breche bald unter dem Gewicht zusammen“, stöhnt der Junge, doch die Alte entgegnet: „Die meisten Lasten legen wir uns selbst auf die Schultern.“ „Aber …“, will der Junge einwenden, doch die Alte hebt Einhalt gebietend die Hand: „Dieses ‚aber‘ allein wiegt schon eine Tonne.“ – Von Sorgen erfüllt und eingebunden in die Mühen des alltäglichen Hamsterrads ist für manche das Leben fast unverträglich, während andere mit Leichtigkeit durchs Leben schlendern.

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Tag 20: Konfi-Projekttag

Heute war mein erster Konfi-Projekttag in der Friedenskirchengemeinde. Es lief zwar anders, als es das Konfi-Team hier gewohnt ist, aber alle waren am Ende ganz zufrieden damit. Im Zentrum stand Psalm 23. Da der Unterricht Corona-konform geschehen sollte, lief er in Form eines Stationenlaufes ab. Die Konfis kamen in 20 Minuten-Abständen und wurden dann losgeschickt, um sich an verschiedenen Punkten in Angelmodde mit Aspekten des Psalms zu beschäftigen. Dabei wurden manche Psalmbilder auch konkret erfahrbar.

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Tag 19: Pängelanton

Wenn es einen roten Faden gibt, der sich vom Vikariat bis zur jetzigen Pfarrstelle zieht, dann ist es der Pängelanton. Das Wort – ein westfälischer Ausdruck für eine Dampflok – ist mir das erste Mal in Lippstadt begegnet, wo eine ehemalige Bahnstrecke durchführte. Auch in Soest gab es einen entsprechenden Bezug, unter anderem über einen Radweg von Soest nach Brilon. In Beckum war vom Pängelanton als Bummelbahn nach Münster die Rede und entsprechend nimmt Münster den Bezug auf.

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Tag 18: LÖFV

Was einem während des Theologiestudiums keiner sagt: Pfarramt ist oft weniger Theologie als vielmehr Strukturen und Finanzen. In der Friedens-Kirchengemeinde ist das nicht anders. Zwar liegt der Presbyteriumsvorsitz in ehrenamtlichen Händen, aber das Nachdenken über die Ausgestaltung von Gemeindearbeit geht nicht ohne über Strukturen und Finanzen nachzudenken.

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Tag 17: Eingewoben

Getauft werden heißt, eingewoben werden ins Gewebe der Gemeinde – diese Assoziation hatte ich, als ich das erste Mal die Wandbehänge im Gemeindesaal gesehen habe. In der Friedenskirchengemeinde wird bei jeder Taufe ein Taufband mit Name, Geburts- und Taufdatum gestaltet. Anschließend werden die Bändern zu einer Erinnerungsstruktur verbunden. Viola Munde hat in den vergangenen Jahren mehrere solcher auf Rollen angebrachten Taufbehänge gestaltet. Im hinteren Bereich der Friedenskirche hängen die aktuellen Taufbänder der zuletzt Getauften aus.

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Tag 16: Wo sind wir denn hier gelandet

Die erste Nacht im Pfarrhaus liegt hinter uns. Ebenso der erste Einkauf im nahegelegenen Supermarkt, erste Bestellung in der Pizzeria gleich nebenan und der Besuch – wie sollte es anders sein – im Baumarkt. Wenn man vor Ort wohnt, kriegt man ein anderes Gespür dafür, wie die Gemeinde so tickt. Wo also sind wir gelandet? Neben dem Regalaufstellen, Kistenauspacken und Büro einrichten war das heute meine Fragestellung. Und wo liegt eigentlich die Grenze zwischen Gremmendorf und Angelmodde?

Die Bereiche der Friedenskirchengemeinde

Die beiden Gemeindeteile sind Gremmendorf im Norden und Angelmodde im Süden. Auf der Openstreetmap-Karte ist von Gremmendorf, Gremmendorf-West und Angelmodde Waldsiedlung die Rede. Hier in Münster wird aber offenbar nicht von Gremmendorf-West gesprochen (was auch komisch wäre, weil der Bereich im Süden von Gremmendorf liegt), sondern von Angelmodde West. Denn es gibt noch Angelmodde-Waldsiedlung und Angelmodde-Dorf, dem ursprünglichen Angelmodde und zur Kirchengemeinde Wolbeck gehörig. Die Grenze zu Wolbeck wird durch die Werse markiert – gewissermaßen unsere Standleitung nach Beckum.

Auf dem Gemeindegebiet liegt noch das Gewerbe- und Industriegebiet Loddenheide, sowie südlich davon das Gewerbegebiet Höltenweg. Wichtig für die weitere Gemeindeentwicklung dürften v.a. das Gelände der ehemaligen York-Kaserne und die Siedlung Lütkenbeck sein, weil hier eine neue Wohnbesiedlung entsteht.

Die Friedenskirche mit Gemeindehaus, Kindergarten und Pfarrhaus liegt mittendrin und quasi an der Grenze zwischen Gremmendorf und Angelmodde.

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